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Landrat Fischbach
Am 24. 4. 2012 veröffentlicht der Hinterländer Anzeiger folgendes Interview mit Landrat Robert Fischbach zur Hilsbergproblematik. Das Previewbild ist vergrößerbar.
Wir haben diese Äußerungen zum Anlass genommen, das Interview im Detail zu kommentieren, zu korrigieren und Falschaussagen richtig zu stellen.
Unsere exakte Kommentierung wurden auch an den Hinterländer Anzeiger geschickt mit folgendem Wortlaut: "wir möchten Sie bitten unsere Kommentare der BI-Holzhausen zu den Aussagen Herrn Landrat Fischbachs mit der gleichen Präzision und Ausgewogenheit zu veröffentlichen. "
Entnehmen Sie bitte unseren Kommentar der folgenden Tabelle:
| Aussage Landrat Fischbach | Kommentierungen BI Holzhausen |
| Es ist die 1. Konfliktsituation, die wir im Landkreis bei der Umsetzung der Energiewende haben! |
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| Denn dass auf dem Hilsberg eine gute Windfläche ist, wissen wir schon lange und die muss man natürlich nutzen | Aus dem TÜV-Süd Gutachten geht deutlich hervor, dass Turbulenzen und Verwirbelungen in Waldstandorten zu einer Windgeschwindigkeitsreduktion führen. Die Offenlandflächen entlang der Vorrangfläche wären daher erheblich wirtschaftlicher als die im Wald. Die pauschale Aussage, dass der Hilsberg eine gute Windfläche sei, ist rein spekulativ. Explizit Windmessungen hat es dort nicht gegeben(Auszug aus TÜV wird nachgereicht wenn erforderlich). |
| Mit dem Kompromissvorschlag, der sicherlich ein Kompromiss war, hätte es max. 4 Windräder auf dem Hilsberg gegeben | Der von Herrn Bohl „skizzierte Kompromissvorschlag“ wird einem zugestimmten Kompromiss gleich gestellt. Schon die Terminologie ist falsch und irreführend. Standort 3 stand nie zur Debatte (RP Wittek: „nicht genehmigungsfähig“). Bad Endbach ist nie von den Ursprungsstandorten abgewichen. Von welchem Kompromiss wird gesprochen? Es wurde nie ein Mediationsergebnis ratifiziert. BI Holzhausen konnte nie ein Ergebnis mit seinen Mitgliedern abstimmen. „Ergebnis“ stand ständig unter erheblichen Zeitdruck. |
| Ich war froh, dass sich Bad Endbach bewegt hat | Bad Endbach hat sich NIE bewegt! sondern nur nicht genehmigungsfähigen Standorten zugestimmt. Zusätzlich wurde Standort 6 beantragt. |
| Es sind geringe Belastungen für Holzhausen, aber sie sind durchaus tragbar und gehen nicht über das Normalmaß unserer Zivilisation hinaus. | Dies ist eine eindeutige Falschaussage: Bereits im Zielabweichungsverfahren wird für Holzhausen als einzigem Ort „hohe Belastungen“ vorausgesagt. Meint Herr Fischbach mit Normalmaß, „Industriestandorte im Wald“ mit erhöhten Lärmwerten für Holzhausen in reinen Wohngebieten? |
| Der Bau von Windrädern darf nicht dazu führen, dass einzelne Orte geradezu umzingelt werden. | Ab wann sprechen Sie von Umzingelung? Holzhausen soll von im Moment 9 – 10 Rädern umzingelt werden. |
| Man darf auch nicht nach dem St.-Florians-Prinzip verfahren. | Das hat Holzhausen nie gemacht sondern wird primär von Bad Endbach und Gladenbach angewendet. Selbst der Ortsbeirat Bottenhorn hat schriftlich gefordert, den 1800 m Abstand zu Bottenhorn zu belassen und damit den 1000 m Abstand zu Holzhausen zu akzeptieren. (siehe http://www.bi-holzhausen.de/index.php/15-aktuelles/32-stellungnahme-der-buergerinitiative.html) |
| Wir wollen die Wertschöpfung in der Region erhalten. | Das wollen wir auch; Sie meinen hier wohl nur die ökonomische, wir meinen allerdings auch „Schöpfung“ im ursprünglichen Sinn, nämlich die avifaunistische und die botanische. |
| Ich bin ein großer Verfechter der Interkommunalität | Warum passiert das nicht? Schläft die Politik, die die Bürger ja mitnehmen will (immer) noch? |
| Ich gehe davon aus, dass sich die Wogen in Holzhausen glätten werden. | Das hoffen wir; wir befürchten allerdings, dass die 9 – 10 MegaWindräder – stehen sie den erst mal rund um Holzhausen – einen Proteststurm ohne gleichen auslösen werden. |
Nach einer Woche, am 2.Mai 2012, reagiert der Hinterländer Anzeiger mit folgendem Artikel auf unsere Eingabe:
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Leider ist das Blatt nicht im kompletten Umfang unserer Kommentierung gefolgt, insbesondere das Sankt-Florians-Prinzip, das der Herr Landrat nur zu gerne der BI zuschreibt. Unerwähnt bleibt außerdem, dass durch den "Industriestandort im Wald" Holzhausen mit erhöhten Lärmwerten in reinen Wohngebieten konfrontiert werden soll. Die Textstellen, die nicht angesprochen wurden, haben wir nun zum Vergleich andersfarbig herausgestellt. Wir bitten um Beachtung. |


